Kinderheim Chauntra

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Schulgebäude

Chauntra von oben

 

 

Das Kinderheim Chauntra liegt  ca. 3 Autostunden von Dharamsala, dem Sitz der tibetischen Exilregierung und dem Wohnort des Dalai Lama, entfernt, auf ca. 1400 m Seehöhe am Fuße des Himalaya.

 

 

Das Kinderheim bietet zur Zeit für ca. 900 Kinder ein neues Zuhause. Viele der größeren Kindern sind noch aus Tibet über die hohen Pässe des Himalaya ins indische Exil geflüchtet. Seit 2008 (Olympische Spiele in Peking) werden die Grenzen jedoch noch stärker kontrolliert und es gelingt nur noch wenigen Tibetern die Flucht über die Berge. Viele der Kinder, die in Chauntra und anderen TCV Einrichtungen leben, wurden bereits in Indien und Nepal als Kinder von Flüchtlingen geboren und lebten unter ärmlichsten und einfachsten Bedingungen.

Ca. 40 bis 50 Kinder werden von einer Hausmutter betreut. Die Kinder teilen sich Großraumschlafsäle mit Stockbetten, große und kleine Kinder gemeinsam. Nur Schüler, die die 9. und 10. Schulstufe besuchen, wohnen in sogenannten Hostels (je eines für Mädchen und eines für Burschen). Dort teilen sie sich zu zweit ein ca. 8 m² großes Zimmer, sie schätzen aber das „etwas mehr an Privatsphäre“ sehr!

 

In den Schlafsälen gibt es nur kalten Steinboden, Stockbetten und dünne Matratzen. Die Bettwäsche ist einheitlich; bei Bedarf werden mehrere Stockbetten zusammengeschoben, um so mehreren Kindern einen Schlafplatz zu bieten.

Die Kinder haben in den Schlafsäle keine Möglichkeit an einem Tisch zu sitzen, dort zu spielen oder zu lernen.  Bei Regenwetter werden diese Räume trotzdem immer wieder zum Fussball spielen genutzt! (nicht zur Freude der Hausmütter!).

Zwischen den Schlafsälen der Kinder befindet sich die kleine Wohnung der Hausmutter; mit einer Küche, einem kleinen Wohnraum und einem Schlafzimmer. Manchmal dürfen die Kinder (abwechselnd) bei den Hausmüttern ein wenig fernsehen.

Gekocht, gegessen und danach abgewaschen wird gemeinsam. Das Essen ist einfach aber ausreichend, seit dem Vorjahr gibt es auch eine Kooperation mit einheimischen Bauern. Seither stehen auch viel öfter leckere Gemüsegerichte am Speiseplan.

Die Speisesäle sind ebenfalls sehr einfach, mit Kunststoffsesseln ausgestattet; viele der Hausmütter versuchen durch Kunststoffblumen etc. etwas mehr „Gemütlichkeit“ in diese Räume zu bringen.

 

Auch auf das Erlernen von praktischen Fertigkeiten wird in der Ausbildung großer Wert gelegt

 

 

Auch dem UMWELTSCHUTZ wird seit einigen Jahren vermehrt Beachtung geschenkt. In jeder Wohneinheit dienen leere Reissäcke zur MÜLLTRENNUNG. Die Abfälle werden von den Kindern täglich zu einer kleinen Mülldeponie im Schulgelände gebracht und in regelmäßigen Abständen zur Weiterverarbeitung abgeholt.

 

TAGESABLAUF IN CHAUNTRA

5.30 Uhr                                 Wecken

5.30 bis 6.00 Uhr                Waschen

6.00 bis 7.00 Uhr                Frühstück und Betten machen

7.00 bis 7.30  Uhr               Morgengebet

7.30 bis 8.30 Uhr                Selbststudium

8.30 bis 8.45 Uhr                Pause

8.45 bis 9.00 Uhr                Morgenversammlung

9.00 bis 13.20 Uhr             Vormittagsunterricht

13.20 bis 14.15 Uhr           Mittagspause und Mittagessen

14.15 bis 16.00 Uhr           Nachmittagsunterricht

16.00 bis 16.30 Uhr          Nachmittagsjause

16.30 bis 18.00 Uhr           Freizeit

18.00 bis 18.30 Uhr           Abendessen

18.30 bis 19.00 Uhr           Aufräumen der Wohn- und Klassenräume

19.00 bis 20.00 Uhr           Selbststudium

20.00 bis 20.30 Uhr          Abendgebet

20.30 bis 21.00 Uhr          Waschen, duschen

21.15 Uhr                                Licht wird ausgeschalten