Gemeinschaftshaus Agling

2020

FEIERLICHE ERÖFFNUNG DES DRITTEN GEMEINSCHAFTSHAUSES IN AGLING

23. September 2020 – ein großer Tag für die Bewohner des Sector 8 in Agling. An diesem Mittwoch wurde das „Inge House“ (Namensgeberin ist Inge Eiselt, die Pionierin der Tibethilfe in Kärnten) feierlich eröffnet.

Gerade in diesen Zeiten der Isolation – Ladakh ist durch die „Covid19-Pandemie“ von der Außenwelt quasi abgeschnitten – und vor den bevorstehenden kalten Wintermonaten – ein wahrer Lichtblick.

Neben vielen Gebeten und feierlichen Zeremonien wurde an alle Teilnehmer der Eröffnung süßer Reis mit getrockneten Früchten und Nüssen (eine ganz seltene Spezialität in Ladakh) verteilt.

Viele der älteren Bewohner waren den Tränen nahe aus Dankbarkeit und Freude über diesen neuen Platz der Kommunikation. Wind- und regengeschützt und durch die Sonne tagsüber erwärmt, vom Boden her gut isoliert und mit Sitzmatten ausgestattet, ein um vieles gemütlicherer Ort der Begegnung als sich bei Wind und Wetter mit Freunden draußen zu treffen.

Diese Häuser werden aber auch von Kindern und Jugendlichen gern genutzt.

Allen die zur Umsetzung beigetragen haben ein ganz herzliches Dankeschön!!

„We did it again

We had successfully inaugurated the third chain of the house “ Inge house“ for the old people’s of sector 8 for them to stay warm during the long cold winter . It was an emotional moment for all of us during the ceremony and we are pretty impressed that we are able to achieve so much in so little time . Their love , tears and prayers are the witness to all the beautiful work being done by team Tibethilfe Gailtal at Agling …

Yes indeed ! We are a good team Barbara , Micheal, Inge“

(Tenzin Wanga)

 

Tenzin Wanga beschreibt die Wichtigkeit dieser Häuser wie folgt!

„INGE HOUSE

SECTOR – 8

                                                                                              3 oct 2020

 The Inge house was completed with its construction on 24th Sept 2020. The group leader and the people of group no 8 were excited and happy to get this special house for the aged group of sector 8. We had organized a traditional program with special Tibetan butter tea, cooked rice mixed with dry fruits. About 40 aged peoples along with the group leader and the local leaders thanked ma’am Barbara and ma’am Inge for the very comfortable house saying it was a very big gift for the old peoples and they had given lots of scarves as a sign of gratefulness to the members of Tibethilfe Gailtal. All were folding their hands as a symbol of love and many of them had tears filled in their eyes as they can now comfortably relax and talk in this warm and cosy “Inge house”.

The local leader has rightly remarked that the purpose of our existence is to lead a meaningful life. By meaningful life, he meant a life where you can be a source of happiness in the life of other beings . So this program of Tibethilfe Gailtal under the leadership of Barbara Beyweiß managed to touch upon the heart of so many peoples by giving so much of happiness in the life of so many innocent people’s who were passing through this phase of old age . They were so thankful that they kept on asking about how (Barbara Beyweiß, Micheal , Inge)  do they look and stressed us not to forget to give the scarves they had given for you all. Now with this third chain of our house, I am becoming more confident of the legacies these house’s were going to leave in the mindset of the people’s. We all go through this process of old age and we all are no different. But in developed nations, peoples pay taxes so that the government can look upon them when they retire with proper care and facilities. Sadly and unfortunately, we don’t have such system that the moment you turn the age of fifty, you became more of a source of agonies with the no proper health care centre, no income and no proper diet thereby depending constantly on their child. Some are lucky enough to be having god fearing child who will look after their parents through every thick and thin whereas some are not that lucky to be living a life of care and love. So for many of the sponsors and me myself, it’s just a house where the old peoples will spend their days during long winter season. But looking and counting upon all the innocent tears, talks, smiles and love in their eyes, its more than just a house. It’s a house of belongingness and a house of being accepted in this society for them. We won’t be able to measure the kind of happiness they were with these houses (Christl house -1, Christl house -2, Inge house) as many of you were not an witness to these peoples. But with your contribution, I can confidently say here that you all send a right and a accurate message to all the old peoples who had so far been spending their time on the bare ground with harsh winds, cold climates that “ WE DO CARE FOR YOU AND WE ARE CONCERNED ABOUT YOU ALL”.

In short your house is a big blessings for the severely cold winter in Ladakh. The old peoples are so excited to sit in the room. They sent you a special message that while in house they will recite graceful prayers for your long life and happy and a very prosperous life. May you all gets the happiness that you had shown upon us. God bless you all.“

Sinngemäße Übersetzung:

„Das Inge-Haus wurde am 24. September 2020 fertiggestellt. Der Gruppenleiter und die Leute der Gruppe Nr. 8 waren begeistert und glücklich, dieses besondere Haus für betagte Menschen zu bekommen. Wir hatten ein traditionelles Programm organisiert mit speziellem tibetischen Buttertee, gekochtem Reis, gemischt mit Trockenfrüchten. Etwa 40 alte Leute bedankten sich zusammen mit dem Gruppenleiter und den örtlichen Leitern bei Frau Barbara und Frau Inge für das sehr komfortable Haus und sagten, es sei ein sehr großes Geschenk für die alten Menschen, und sie hätten viele Schals (tibetische Glücksschals) als Zeichen der Dankbarkeit an die Mitglieder der Tibethilfe Gailtal verschenkt. Alle falteten ihre Hände als Symbol der Liebe und viele von ihnen hatten Tränen in den Augen, da sie sich nun in diesem warmen und gemütlichen „Inge-Haus“ bequem entspannen und unterhalten können.

Der örtliche Leiter hat zu Recht bemerkt, dass der Zweck unserer Existenz darin besteht, ein sinnvolles Leben zu führen. Mit bedeutungsvollem Leben meinte er ein Leben, in dem sie eine Quelle des Glücks im Leben anderer Wesen sein können. So gelang es diesem Programm der Tibethilfe Gailtal, unter der Leitung von Barbara Beyweiß, das Herz so vieler Völker zu berühren. Sie waren so dankbar, dass sie die Frage nach dem WER (Barbara Beyweiß, Michael Graschitz, Inge Eiselt) nicht vergaßen und betonten, dass wir die Schals, die sie für Sie alle verschenkt hatten, nicht vergessen sollten.

Jetzt, mit Errichtung des 3. Hauses, werde ich immer zuversichtlicher, dass diese Häuser in der Denkweise der Menschen Spuren hinterlassen werden. Wir alle werden älter und wir alle sind uns ähnlich. Aber in den entwickelten Ländern zahlen die Menschen Steuern, so dass die Regierung sich um sie kümmern kann, wenn sie in den Ruhestand gehen, und zwar mit angemessener Pflege und angemessenen Einrichtungen. Leider und unglücklicherweise haben wir kein solches System, so dass man in dem Moment, in dem man fünfzig Jahre alt wird, mehr zu einer Quelle der Qualen wird, da es keine richtige Gesundheitsfürsorge, kein Einkommen und keine richtige Ernährung gibt, sodass man von seinem Kind abhängig ist. Einige haben das Glück, ein gottesfürchtiges Kind zu haben, das sich um seine Eltern kümmert, während andere nicht das Glück haben, ein Leben in Fürsorge und Liebe zu leben. Für viele der Sponsoren und mich selbst ist es also nur ein Haus, in dem die alten Menschen ihre Tage während der langen Wintersaison verbringen werden. Aber wenn man auf all die Glückstränen, Gespräche, Lächeln und Liebe in ihren Augen der Alten schaut, ist es mehr als nur ein Haus. Es ist ein Haus der Zugehörigkeit und ein Haus der Akzeptanz in dieser Gesellschaft für diese alten Menschen. Wir werden nicht in der Lage sein, das Glück zu messen, das sie durch den Bau dieser Häuser ( Christl-Haus -1, Christl-Haus -2, Inge-Haus) empfinden. Aber durch Ihre Spende kann ich hier mit Zuversicht sagen, dass Sie allen alten Bewohnern, die bisher ihre Zeit auf dem nackten Boden mit rauen Winden und kaltem Klima verbracht haben, eine richtige und präzise Botschaft senden: „WIR KÜMMERN UND SORGEN UNS UM EUCH“.

 

Kurzum, Ihr Haus ist ein großer Segen im extrem kalten Winter in Ladakh. Die alten Menschen sind so aufgeregt, in dem Zimmer zu sitzen. Sie haben Ihnen eine besondere Botschaft geschickt, dass sie, während sie im Haus sind, dankbar Gebete für Ihr langes und glückliches Leben und ein sehr erfolgreiches Leben sprechen werden. Mögen Sie alle das Glück erhalten, das Sie uns gezeigt haben. Gott segne Sie alle.“

 

 

BAU DES ZWEITEN GEMEINSCHAFTSHAUSES IN AGLING

Erfreut können wir berichten dass das 2. Gemeinschaftshaus  in Agling am Mittwoch dem 22. Juli 2020 feierlich eröffnet wurde.

In Gedenken an die Pionierin der Tibethilfe Gailtal, Christl Beyweiß, wurde von den Bewohnern in Agling wieder die Bezeichnung „CHRISTL HOUSE“ für den neuen Ort der Begegnung für Jung und Alt gewählt.

Herzlichen DANK allen die dies ermöglicht haben! Gerade in diesen sehr herausfordernden Zeiten, besonders für die Bewohner von Ladakh, denen auf Grund der dzt. Situation der Tourismus als Hauptverdienstmöglichkeit komplett weggefallen ist, ein Zeichen der Hoffnung.

 

Das zweite Gemeinschaftshaus nimmt Form an!

 

Mitte Juni 2020

Diesen berührenden Text hat Tenzin Wanga, unsere Kooperationspartner für Agling, geschrieben.

Why do “Christl house” matter to us?

Like every normal kids , I do believe in the world of fantasy where we dream of all those beautiful things which we desires and wanted to acquire, that dream of wanting to own beautiful house , travel everywhere and most importantly go shoulder to shoulder with the different peoples of the world . Sadly this has been not been the case so far for us. We always have to carry our stateless tag everywhere with constant insecurities in the field of education, business and in our way of lifestyle. Despite all the hardships, we do manage our life by achieving all those temporary goals on a daily basis.
My status of being a refugee has been a major factor in my low self-esteem and lowly confidence all throughout my educational phase. I lived on somehow and there are many more like me everywhere. But when I look at the plight of all those older generations who has the first-hand accounts of Chinese brutalities and their beautiful yet sad tale of struggles in a land totally alien to their own lifestyle back at Tibet, I feel sad and worried. I am a third generation refugee in India who knows Hindi , English , Tibetan and has full competency of modern technologies still we feel the pain of being a stateless which constantly lowers our self-esteem and confidence . But they don’t even have any knowledge of English and can speak scarce amount of Hindi with zero information of cellular world. When they wanted to write an applications, they approaches the nearest educated person with a folded hands. I remember seeing their extra sense of humbleness when they go to a market or at a public gathering. Their incompetency in languages and technologies are not due to their indifferent attitude and laziness but instead they didn’t had a choice when they were surviving with their large families to fend for. The only place where they are in their own comfort zone is the bare ground in the middle of the camp where they talk about all those beautiful tales of Tibet. I liked spending time there and at some point I had a difficult time relating with their own stories. Despite the harsh temperature at minus degree centigrade or the evil stormy winds of April, May and June, they spend their time laughing, discussing and sharing.
I was in constant touch with Barbara Beyweiß and I shared my tales of those hardships being faced by the older generations with their sons and daughters being off to some livelihood task with they themselves being all alone throughout the day. This was how we came to the conclusion of building a house for them to spend some of their quality time to prevent them from the harsh climates which constantly causes arthritis, backbone diseases and other ailments which were preventable at the presence of some better facilities.
With the help of Tibethilfegailtal under the leadership Barbara Beyweiß , we managed to build the house last year which we all lovingly call “ Christl house” in the memory that soul whose affection and kind attitude towards the Tibetans had paved way for all those lovely helps . We noticed their happiness and belongingness in spending their time in the house. It really was a lovely sight for all of us to see. It’s funny to see that they didn’t know Barbara Beyweiß but still they lovingly pray for Barbara with the name of (Engi Ani) which means an English women. Because they didn’t either knew about the different countries. To them all white hairs are Engi or English.
So now this year, we are gearing up again in setting up another house in camp no 7 with the same motivation to see all those innocent smiles and loves. We now see small kids with their own grandparents visiting the “Christl house” which I personally feel is very important in building up a cohesive and conducive atmosphere of parental love in our Tibetan society. I hope this accounts of mine will be convincing enough in sharing you some bits about our efforts. Thank you for constantly backing us and supporting us.“

Übersetzung folgt in Kürze

 

GEMEINSCHAFTSHAUS NUMMER ZWEI FÜR AGLING

 

Dank genügend Spenden die wir wieder sehr dankbar erhalten haben, ist es uns möglich, den Bau eines zweiten Gemeinschaftshauses in Agling zu finanzieren!!

Das zweite Haus wird im Camp 7 entstehen. Mit den ersten Vorbereitungsarbeiten wurde bereits begonnen …

 

 

 

 Das „Christl-House“ in Agling hat sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt, es bietet aber nur einem Teil der Bewohner Platz; deshalb möchten wir ein zweites dieser Häuser bauen.

CHRISTL-House

Gebetsmühle direkt neben dem Christl-House – die beliebtesten Plätze in Agling

Da das für die Finanzierung geplante Benefizkonzert aus gegebenem Anlass leider nicht stattfinden kann bitten wir auf diesem Weg um finanzielle Unterstützung um dieses Projekt möglichst bald realisieren zu können.

Jede Spende ist willkommen! Herzlichen Dank schon jetzt.

Sobald wir die Finanzierung sicherstellen können werden wir hier über die Baufortschritte berichten.

 

 

 

WARME KLEIDUNG UND DECKEN FÜR DIE BEWOHNER VON AGLING

Dank Ihrer Mithilfe konnten wir Ende November Geld für den Ankauf warmer Decken und Winterkleidung für bedürftige Bewohner in Agling überweisen.

Mit viel Freude haben wir gestern diese Fotos sowie ein Dankesschreiben von Tenzin Wanga, unserem Partner in Indien, erhalten! Es ist berührend zu sehen mit wie wenig man Menschen in Zeiten des westlichen Überflusses noch Freude bereiten kann!

 

„Reaching beyond boundaries

Why do we matter a lot in bringing happiness in others life? We have struggled so much in our life to be able to lead a comfortable life by sacrificing our needs and our time to reach at this moment of our life. So why should we now share our moment of comfort with others? Such kind of thinking has for long infested our thoughts that it has further escalated the rate of capitalism in this world of materialism. I am not at all immune to the concept of self development. Yes indeed we as a species, our life revolves around the constant spinning of fictional realities like money which ultimately determines the rate of happiness within us. But I think it is important for us to identify the kind of happiness with which you are currently adhered to. In general speaking, happiness can be broadly classified into pleasure, passion and purpose. Pleasure and passion can definitely make you happy, but the general peoples still have a huge problem in understanding the long term effect of passion and pleasure in our happiness. It’s a stark a reality that the pleasure and the passion failed in terms of bringing about a happiness which could last for long time. We have those problems of depression, hatred, self centeredness increasing by leaps in today’s world. These are some of the few impacts which we had witnessed in our society. Coming onto the purpose, as a species who has so far being successful in establishing its dominance over the rest of the species, human definitely should be seeking some purpose in all the task that he does. What is beautiful thing about the happiness through a purpose is that feeling like you are part of something bigger than yourself and that your actions really matter can lead to deep sense of fulfillment and long term happiness. Frankly speaking, as a very realistic and a productive species, we ought to have purpose behind every task that we do. If the kind of purpose which we have for the task that we do brings about huge transparent and honest smile in the face of innocent peoples, then I feel it is definitely a worthwhile purpose which really could bring about huge amount of happiness that could last forever. Not a single sentient being in this world can exist in his own habitat without interacting with others. We all are interdependent and it is important that we co exist together happily. I had often cursed myself for being a refugee that what kind of sinful things I had done in my past life. I look at the thousands of refugee being drowned in sea, hundreds being killed and thousands being led to lead a pitiful life. I wanted to reach out to them and feel with them, their pangs of emotions, their sufferings and their happiness. And it doesn’t matter actually how big and small you can contribute towards the society. But the feelings of being present at the time of need and being purposeful is more than enough to bring those joys and happiness. My association with the Tibethilfe Gailtal has brought a new dimension to my small world which has definitely bought immense amount of joy that I can’t even measure in my own imagination. Seeing everything on the ground level, those innocent eyes and those innocent tears of gratefulness, I felt that we are doing such a good job of bringing happiness among the peoples by tending to their needs when the whole natural atmosphere drops down into minus degree centigrade with the animals going into their hibernation mode and the peoples thriving with logwoods fire which is their only mode of survival. Your act of distributing winter clothes which includes thick blankets, woolen clothes, thick pants has brought about so much of joy in the eyes of those peoples who for long has been neglected. They can’t barely pronounce your names, but they remember you as that generous lady from a far away land who thinks about us when we are not even related by blood. I must admit to hearing of one old woman saying that “we had done some good things in our past life to be able to come across such young and generous lady who can understand the feelings of us peoples”. These are some of the purposeful happiness through the aid of Tibethilfe Gailtal with Barbara in her full energy in the lead. We thank you very much for your continuous effort in uplifting the lifestyle of our peoples. There are many ways by which peoples can be thankful, but we have those empty words of thank you. We are left with no other option apart from saying thank you. But these words are really echoing from the deepest point of our heart and we are really grateful for your kind and generous thoughts about us. Those sound and cozy sleep in the house which you had built when the outside temperature drops down into minus degree centigrade, those warm talks between the old peoples, those happiness in the eyes of those kids who now don’t have to suffer from cold mattress, contaminated water and the lack of the facilities are some of the purposeful happiness you had showered upon in our life. Thank you again for your wonderful works. We are blessed enough .

Tenzin Wanga, Kooperationspartner für Agling

 

Sinngemäße Übersetzung:

„Grenzen überschreiten

Warum ist es uns wichtig, anderen Glück zu bringen? Wir haben bisher so viel Mühe gehabt, ein komfortables Leben zu erschaffen, indem wir unsere Bedürfnisse und unsere Zeit opfern, um dieses Ziel zu erreichen.

Warum sollten wir nun unseren Moment des Erfolges mit anderen teilen? Solche Gedanken haben wir uns oft gemacht. Der Kapitalismus nimmt auf dieser Welt weiterhin zu. Ich selbst bin überhaupt nicht immun gegen das Konzept der Selbstentwicklung. Ja, in der Tat dreht sich unser Leben als Mensch um das ständige Erlangen von fiktiven Realitäten wie Geld, das letztendlich die Glücksrate in uns bestimmt. Aber ich denke, es ist wichtig für uns, die Art von Glück zu identifizieren, mit der man derzeit verbunden ist. Im Allgemeinen kann das Glück grob in Vergnügen, Leidenschaft und Zweck eingeteilt werden. Freude und Leidenschaft können Sie auf jeden Fall glücklich machen, aber die meisten Völker haben immer noch ein großes Problem darin, die langfristigen Auswirkungen von Leidenschaft und Freude an unserem Glück zu verstehen. Es ist nun einmal eine Tatsache, dass Vergnügen und Leidenschaft nicht ausreichen, um ein Glück hervorzubringen, das für lange Zeit andauern könnte. Wir kämpfen mit Problemen wie Depressionen, Hass und Selbstbezogenheit, die in der heutigen Welt sprunghaft zunehmen. Dies sind einige der Auswirkungen, die wir in unserer Gesellschaft beobachtet haben; als eine Rasse, die es bisher geschafft hat, ihre Dominanz gegenüber dem Rest zu etablieren. Der Mensch sollte definitiv einen Zweck in jeder Aufgabe suchen, der er nachgeht. Das Schöne daran ist, dass das Gefühl, Teil von etwas zu sein, das größer ist als man selbst und dass unsere Handlungen wirklich eine Rolle spielen können, uns langfristig glücklich machen. Wenn die Aufgabe, die wir erfüllen, bei unschuldigen Menschen ein großes und ehrliches Lächeln hervorruft, dann halte ich es definitiv für einen lohnenden Zweck, der wirklich eine enorme Menge an Glück bringen kann, die für immer andauern könnte. Kein einziges Lebewesen auf dieser Welt kann in seinem eigenen Lebensraum existieren, ohne mit anderen zu interagieren. Wir sind alle voneinander abhängig und es ist wichtig, dass wir glücklich zusammenleben. Ich hatte mich oft dafür verflucht, ein Flüchtling zu sein, und mich gefragt was für sündige Dinge ich in meinem vergangenen Leben getan hatte. Ich sehe, wie Tausende von Flüchtlingen im Meer ertrinken, Hunderte getötet und Tausende dazu gebracht werden, ein erbärmliches Leben zu führen. Ich wollte sie erreichen und mit ihnen fühlen, ihre Schmerzen, ihre Leiden und ihr Glück teilen. Dabei spielt es keine Rolle, wie viel sie zur Gesellschaft beitragen können. Aber das Gefühl, in der Zeit der Not anwesend zu sein und präsent zu sein, ist mehr als genug, um diese Freude und dieses Glück zu bringen.

Die Verbindung mit der „Tibethilfe Gailtal“ hat meiner kleinen Welt eine neue Dimension verliehen, die definitiv eine immense Freude bereitet, die ich nicht einmal in meiner eigenen Vorstellung ermessen kann. Als ich diese glücklichen Augen und diese Tränen der Dankbarkeit wahrnahm, fühlte ich, dass wir einen so guten Job machen, um den Menschen Glück zu bringen, indem wir uns um ihre Bedürfnisse kümmern. Wenn die Temperatur auf Minusgrade sinkt, beginnen die Tiere ihren Winterschlaf und die Menschen versuchen sich an offenen Feuern zu wärmen um zu überleben.  Die Verteilung von Winterkleidung, zu der dicke Decken, Wollkleidung und dicke Hosen gehören, hat in den Augen der Menschen, die lange vernachlässigt wurden, so viel Freude hervorgerufen. Sie können Ihren Namen kaum aussprechen, aber sie erinnern sich an Sie als diese großzügige Dame aus einem fernen Land, die an sie denkt, obwohl nicht einmal miteinander verwandt. Ich muss zugeben, dass ich von einer alten Frau gehört habe, die sagte: „Wir haben in unserem vergangenen Leben einige gute Dinge getan, um solch eine junge und großzügige Frau kennenzulernen, die die Gefühle von unserem Volk verstehen kann.“ Dies sind einige der Glücksgefühle, die durch die Hilfe der „Tibethilfe Gailtal“ und durch Sie, Barbara, die diese Organisation voll Energie leitet, erzeugt wurden. Wir danken Ihnen vielmals für Ihre kontinuierlichen Bemühungen, den Lebensstil unseres Volkes zu verbessern. Es gibt viele Wege, auf denen Völker dankbar sein können, aber wir haben diese leeren Dankesworte. Wir haben keine andere Möglichkeit Danke zu sagen. Aber diese Worte kommen wirklich von ganzem Herzen und wir sind sehr dankbar für Ihre freundlichen und großzügigen Gesten uns gegenüber. Dieser gesunde und gemütliche Schlaf in dem Haus, das mit Ihre Hilfe erbaut worden ist, als die Außentemperatur auf Minusgrade gesunken war, diese warmen Gespräche zwischen den alten Leuten, dieses Glück in den Augen der Kinder, die jetzt warme Sitzunterlagen haben, aber auch dass wir kein verunreinigtes Wasser mehr trinken müssen, sind nur einige der Gründe, warum Sie uns in unserem Leben so glücklich machen.

Nochmals vielen Dank für Ihre wundervolle Arbeit. Wir sind wirklich gesegnet.“

Tenzin Wanga

 

Pünktlich zum Jahreswechsel haben wir wieder aktuelle Fotos des Gemeinschaftshauses aus Agling erhalten.

Die Bewohner des „Camp 6“, wo das erste dieser Häuser gebaut wurde, lassen sich nochmals sehr herzlich bedanken.

Sehen Sie einfach selbst …. Bilder sagen mehr als tausend Worte …. und relativieren sehr viel …

Das sind die aktuellen Temperaturen Ende Dezember 2019/ Anfang Jänner 2020 in Agling.

Wir hoffen daher dass wir unsere Vision, mehr solcher Häuser zu bauen und der dort ansässigen Bevölkerung zur Verfügung zu stellen, bald verwirklichen können. Diese Häuser bieten  in diesen kalten Monaten oft die einzige Möglichkeit sich mit Freunden zu treffen und Sozialkontakte zu pflegen.

Spenden dafür können jederzeit mit dem Vermerk: „Gemeinschaftshaus Agling“ auf unserem Spendenkonto eingezahlt werden!

DANKE!

 

 

2019

FEIERLICHE EINWEIHUNGSFEIER des GEMEINSCHAFTSHAUSES am 26. Juni 2019

Am Mittwoch, dem 26. Juni 2019, wurde das Gemeinschaftshaus von den Bewohnern aus Agling feierlich eingeweiht.

Der Leiter dieses Sectors hat die Feierlichkeiten geleitet, die Eltern von Tenzin Wanga, unserem Ansprechpartner und Koordinator vor Ort, haben die Bewohner mit traditionellem Reis mit Mandeln, Trockenfrüchten und Buttertee bewirtet. Als kurz nach dem Beginn der Zeremonie noch leichter Regen einsetzte war das Glück perfekt!

Tibeter glauben daran, dass alles, was an einem Mittwoch (dem Geburtstags-Wochentag des Dalai Lama) beginnt, gesegnet sei. Wenn es dazu noch regnet, so ist der Segen noch um vieles größer!

 

 

Wanga hat versucht, seine Gefühle für uns alle, in Worte zu fassen:

„A day to remember

The day was bright with hazy sun which was on its way from the dusk with all the peoples shuttling here and there for every single penny they could get to earn for their families. Yes, it was a summer time, but Ladakh being one of the most remote place situated at a very high altitude with snow mountains covering all sides of its area, the temperature ranges at 7 degree Celsius. My father was asking my mom to prepare the delicious traditional rice which we normally offer during the time of auspicious event contains rich quantities of almonds, kachew, apricots etc . To make it more tasteful and mouth watering, my mom prepared Tibetan butter tea to grace this event. It started with many old peoples flocking at around 9 am waiting anxiously much before we had actually expected them to be at for their so called “ second home “. I feel it is no wrong to call this house as their second home. Because these elder peoples who are more or less without much support really like to spend lots of time with each other recalling and recounting those old days, those tales, those misconceptions about the world and sometimes the notorious politics at times. In a day they spend around 9 long hours of a day with each other trying to relish every single moment of togetherness despite the dusty wind, bone chilling temperature and the constantly fluctuating temperature. They seem not to care much about temperature which was why they get together everyday when they were left alone at their home. May be that was the reason that almost all of them had different problems of back, spinal cord, legs at the age of fifty.

So in the presence of our group leader, my father humbly started his part of explaining about the contribution of Barbara Beyweiss and Tibetthilfe Gailtal. Few seconds into his words, it rained, like a silver lining thread in a light manner. The old peoples who had seen all the brutalities and tortures of being expelled from their own country by red Chinese folded their hands with their eyes closed mumbled in a low tone voice which really touched my father’s heart. They said “ let those be blessed who always thinks about people’s well-being “ . As soon as the talk about the shaping up of construction in camp and TCV Agling concluded my father requested our group leader to take the responsibilities of looking after this house which we proudly named it as   “Christl House “ in memory of that soul who made everything possible to a great extent. Our group leader, a man in his fifties lauded this effort of ours in bringing up this project. Honestly speaking, the old age peoples has been one of the most vulnerable peoples in our society with not much of a facilities. He rightly stressed the importance of taking care of old peoples as we all go through this process of growth. When our group leader was speaking and lauding our effort, my father and mother felt very emotional to see the old peoples with tears rolling down their cheeks. Their tears were that tears of joy, that tears of being loved and that tears of being cared after being neglected for long. They had that history of being rejected from its own country and fear of being not accepted by the peoples.

I was in school that moment, when I got a text from my father who I really admire saying “Boy , I am really proud of you”. Being admired by your own father was such a milestone for me personally. But I know I won’t be able to achieve this admiration without Barbara. The old peoples gave traditional scarf to my father on our behalf with tears still in their eyes. As my families were wrapping up the whole incident, one old man in his eighties touched my father’s arm and said “ Gen la , Thuche che nang lap rog” which means “ Teacher, say thank you to them “ . I have been teaching for long in our society and I had never seen such purity of thoughts with emotions brewing out for this gratitude they feel we had done. I am indebted to Barbara for letting me to have the honour of having this opportunity of being blessed. This feat we had in this mortal life of us will ring for long as long as my mortal body’s breathes to its last one. No matter how far we are from, we are connected with them through the beautiful and grateful projects we do at their place ……“

Tenzin Wanga, Kooperationspartner

 

ÜBERSETZUNG (Mag.a phil. Silvia Ruth Evelyn Obernosterer )

„Ein erinnerungswürdiger Tag

Es war ein sonniger, etwas diesiger Tag, die Abenddämmerung nahte und alle Menschen pendelten von hier nach dort um ein paar Pennys für ihre Familien zu ergattern. Ja, es war Sommerzeit, aber in Ladakh, als eine der entlegensten und sehr hoch gelegenen Regionen mit schneebedeckten Bergen ringsum, reichten die Temperaturen bis 7 Grad Celsius. Mein Vater bat meine Mutter,  dieses köstliche traditionelle Reisgericht mit vielen Mandeln, Cashewnüssen und Aprikosen usw. zu kochen, das wir normalerweise nur zu besonderen Anlässen zubereiten. Um es noch geschmackvoller zu machen, kochte meine Mutter Tibetischen Buttertee (dieser wird aus Tee, Yakbutter und Salz zubereitet (Anm.)) um diesen Tag noch mehr zu ehren und dabei lief einem das Wasser im Mund zusammen.

Schon um 9 Uhr in der Früh, viel früher, als wir sie tatsächlich erwartet hatten, strömten viele alte Leute herbei und warteten sehnsüchtig auf ihr sogenanntes ‚zweites Zuhause‘. Für mich klingt es nicht richtig, dieses Haus ihr ‚zweites Zuhause‘ zu nennen. Diese älteren Menschen sind mehr oder weniger ohne jegliche Unterstützung. Sie verbringen viel Zeit miteinander und erzählen sich Geschichten von früher. Geschichten über die damalige falsche Auffassung, wie die Welt funktioniert oder manchmal über die ruchbare Politik.

Oft verbrachten sie ganze 9 Stunden eines Tages miteinander und genossen jeden einzelnen Moment miteinander, trotz des Staub aufwirbelnden Windes und der oft extrem schwankenden, eiskalten Temperaturen.

Diese stören sie jedoch wenig, so scheint es, denn sie treffen sich jeden Tag, wenn sie allein in ihren Häusern zurückgelassen wurden. Alle hatten sie bereits im Alter von 50 Jahren die unterschiedlichsten Probleme und Schmerzen – im Rücken, in der Wirbelsäule, in den Beinen.

Nun, in Anwesenheit unseres Gruppenleiters begann mein Vater demütig vom Beitrag der Tibethilfe Gailtal und Barbara Beyweiß zu berichten.

Ein paar Worte zu seinen Schilderungen: es regnete leicht, wie Silberstreifen zogen sich die Tropfen vom Himmel. All die alten Menschen, die in ihrem eigenen Land der Brutalität und Peinigung durch kommunistische Chinesen ausgesetzt gewesen waren, falteten mit geschlossenen Augen die Hände zum Gebet und murmelten mit ganz leiser Stimme. Dies berührte das Herz meines Vaters sehr. Sie sagten, „gesegnet seien jene, die stets an das Wohlergehen der Menschen denken“. Als das Gespräch über die Gestaltung und den Aufbau des Camps und des TCV (Tibetan Children’s Village – Kinderdorf (Anm.)) beendet wurde, bat mein Vater unseren Gruppenleiter, die Verantwortung über dieses Haus, wir nannten es stolz ‚Christl House‘, in Andenken an die gute Seele, die all dies zu großen Teilen möglich gemacht hatte, zu übernehmen.

Unser Gruppenleiter, ein Mann in seinen Fünfzigern, lobte unseren Einsatz und brachte dieses Projekt aufs Tapet. Ehrlich gesagt waren die alten Leute die verletzlichsten und gefährdetsten in unserer Gesellschaft, da ihnen fast keine Hilfseinrichtungen zur Verfügung standen. Er betonte die Wichtigkeit, sich um die älteren Menschen zu kümmern, da wir alle in diese Situation kommen werden und den Prozess des Älterwerdens miterleben werden. Als unser Gruppenleiter unseren Einsatz lobte, waren mein Vater und meine Mutter emotional sehr berührt als sie bemerkten, wie den alten Menschen die Tränen über die Wangen flossen. Ihre Tränen waren aber Tränen der Freude darüber, geliebt und umsorgt zu werden, nachdem sie eine so lange Zeit verstoßen worden waren. Vom eigenen Land waren sie in ihrer Vergangenheit verstoßen worden und lebten in ständiger Angst, nicht akzeptiert zu werden. Ich war zu diesem Zeitpunkt in der Schule, als ich eine Textnachricht meines Vaters, den ich aufs Höchste verehre, erhielt. Sie lautete: „Sohn, ich bin wirklich stolz auf dich.“ Von meinem eigenen Vater bewundert zu werden, war für mich persönlich ein Meilenstein. Ich bin mir jedoch dessen sehr wohl bewusst, dass ich ohne die Hilfe von Barbara Beyweiß diese Anerkennung nie hätte erreichen können. Die alten Leute überreichten meinem Vater ein Tuch, welches er uns überbringen sollte. Sie hatten noch immer Tränen in den Augen. Ein alter Mann mit Achtzig Jahren legte seine Hand auf meines Vaters Arm und sagte: „Gen la, Thuche che nang lap rog“, was bedeutet: „Lehrer, sag Danke zu ihnen“. Ich unterrichte schon so lange in unserer Gesellschaft und ich habe noch nie so eine Reinheit der Gedanken gesehen – voller Emotionen der Dankbarkeit für das, was wir getan haben. Ich bin Barbara Beyweiß zu Dank verpflichtet, dass ich die Ehre und die Möglichkeit bekommen habe, so gesegnet zu sein.

Was wir in unserem sterblichen Leben leisten, wird noch lange nachklingen. Bis zu unserem letzten Atemzug. Und trotz der weiten Entfernung sind wir durch diese wunderbaren Projekte mit großer Dankbarkeit verbunden.“

Tenzin Wanga, Kooperationspartner

 

Einfach nur: DANKE euch allen die ihr dies mit ermöglicht habt!!

 

 

BAUFORTSCHRITTE

Freudige Nachrichten: das Gemeinschaftshaus steht kurz vor der Fertigstellung (Juni 2019).

Es fehlen noch Tische, Regale mit Büchern und Spielen für Kinder, Sitzkissen etc.

Die Freude über den neuen „Ort der Begegnung“ in Agling ist aber sehr groß – noch nie in der bisherigen Geschichte haben den kleinen Ort Spendengelder aus dem Ausland erreicht und noch nie konnten schon lange gehegte Wünsche innerhalb kurzer Zeit – DANK Ihrer aller Hilfe! – verwirklicht werden.

Spenden sind weiterhin willkommen um noch die „Feinabstimmung“ finanzieren zu können.

Es steht aber jetzt schon fix: diese Idee wird von den Bewohnern SEHR gut angenommen, fördert das Zusammenleben und den Gemeinschaftssinn. Deshalb wollen wir im kommenden Jahr den Bau eines zweiten Hauses in einem anderen Ortsteil von Agling verwirklichen.

 

BAUARBEITEN

Am 23. Mai erreichten uns wieder neue Fotos über den Baufortschritt des Gemeinschaftshauses in Agling.

Besonders die älteren Bewohner waren von diesen Tätigkeiten sehr angetan. Selbst meist zu schwach und körperlich nicht mehr in der Lage aktiv mitzuhelfen, haben sie die Bauarbeiter aber mit Tee und Essen versorgt und den Bau sehr interessiert verfolgt.

Es ist dies das erste Mal für diese Menschen, dass wer „im fernen Ausland“ Notiz von ihren Ängsten und Nöten nimmt und versucht, die Lebensbedingungen zum Positiven und im Sinn der Allgemeinheit, ohne Vorgaben von Institutionen und anderen fremdbestimmten Vorstellungen und Plänen  zu verbessern.

Die Tibethilfe Gailtal – Klagenfurt hat die gesamte Organisation und Durchführung den Bewohnern vor Ort überlassen – mit dem Wunsch und Ziel, einen Platz zu schaffen, der von allen Bewohnern Aglings genutzt werden kann – als Treffpunkt und Ort der Kommunikation.

 

 

 

Erfreuliche Neuigkeiten aus Agling: Die Bauarbeiten wurden, wie geplant, Anfang Mai begonnen und gehen zügig voran.

 

Weitere Fotos folgen in Kürze ….

 

INFORMATIONEN ÜBER AGLING UND UNSER PROJEKT „GEMEINSCHAFTSHAUS“

Agling ist ein kleiner Vorort von Leh, der Hauptstadt Ladakhs. Ladakh, das Land der Pässe, gehört politisch zu Indien, geografisch jedoch zur Zone der tibetischen Bergsteppen. Lakakh ist nur sehr dünn besiedelt (ca. 300 000 Einwohner). Es wird häufig wegen seiner tibetisch-buddhistischen Kultur und der wunderschönen Landschaft als KLEIN-TIBET bezeichnet. Die Täler Ladakhs befinden auf einer durchschnittlichen Seehöhe von 3000 m.

Es gibt in diesem Bereich Indiens nur sehr wenig Infrastruktur.

Besonders für ältere Menschen ist es schwierig soziale Kontakte zu pflegen da öffentliche Einrichtungen dafür fehlen. So verbringen sie oft viele Stunden am Tag diskutierend und spazierend auch bei Minusgraden im Freien. Krankheiten wie Erkältungen, Gelenksbeschwerden, Harnwegsinfekte stehen leider auf der Tagesordnung.

Ebenso gibt es für Kinder, deren Eltern berufstätig sind, neben der Schule keine Einrichtung, wo sie besonders in der kalten Jahreszeit zusammen kommen können aund unter Aufsicht sind.

Unser Projekt für 2019 ist deshalb der Bau eines Gemeinschaftshauses, vorerst in einem der vier Sektoren („Ortsteilen“) Aglings. Wunschtraum wäre es in jedem Sektor ein solches Gebäude zu errichten.

Das Gemeinschaftshaus soll allen Bewohnern Aglings zur Verfügung stehen und ein Platz der Kommunktion, des Zusammentreffens, Lachens, gemeinsamen Zeit verbringens … werden.

Die Bauarbeiten werden von lokalen Firmen bzw. soweit es möglich ist, in Eigeninitiative der dortigen Bevölkerung durchgeführt.

Spenden für dieses Projekt werden ab sofort auf unserem Gemeinschaftskonto dankbar entgegen genommen!

Bitte mit dem Verwendungszweck: AGLING vermerken!